Fehmarnbelt Days 2018: Das Beste und Wichtigste - kurz berichtet
01-06-2018
Unterstützung für die Feste Fehmarn-Querung von drei nationalen Regierungen, eine Schauspielerin mit einer besonderen Beziehung zu festen Verbindungen, verbesserte Mobilität nicht nur für die Wirtschaft: Wir habe einige der besten Momente auf den Fehmarnbelt Days in Malmö kurz zusammengefasst.

Von Casper Ravnsted-Larsen, Zealand Denmark (von Redaktion gekürzt)

 

Volle und uneingeschränkte Unterstützung für Fehmarn von drei nationalen Regierungen

Wenn es irgendwelche Zweifel an dem gegeben hat, ob die Fehmarn-Querung realisiert werden würde, und ob die Deutschen sie auch wirklich wollten, dann dürfte jetzt  der letzte Zweifel nachdrücklich zu Grabe getragen worden sein. Die Organisatoren hatten dafür gesorgt, dass fünf Botschafter aus und in Schweden, Dänemark und Deutschland bereits in den ersten Stunden der Konferenz die uneingeschränkte Unterstützung ihrer Länder für das Fehmarn-Projekt garantieren konnten.

Später erschienen drei Minister und sagten das Gleiche. Der dänische Verkehrsminister Ole Birk Olesen, flankiert von seinem schwedischen Kollegen Tomas Eneroth sowie von Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Beschäftigung, Innovation und Tourismus in Schleswig-Holstein, erntete Klatschsalven anlässlich der Botschaft, alle Minister sähen fantastische Perspektiven durch die Etablierung der Fehmarnbeltquerung.

Auf die Frage, ob ihm die Unterstützung seitens seiner deutschen und schwedischen Kollegen beispielsweise im Zusammenhang mit der Finanzierung des Tunnels fehle, war die Antwort ein deutliches Nein. Und dass die dänische Regierung bei dieser Art von Investitionen keine Probleme sehe:

"Wir wissen, dass das eine gute Investition ist. In der Tat wird die Querung mit der Zeit für die dänische Regierung (und damit für die dänischen Steuerzahler,Anm. d. Red.)zu einer echten Goldgrube werden. Mit der festen Querung schaffen wir eine ganz neues Gebiet für grenzüberschreitende Integration - das ist eine sehr interessante Entwicklung", so Ole Birk Olesen.

 

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Tomas Eneroth, Bernd Buchholz und Ole Birk Olesen. Bild: Olaf Malzahn

 

Erweiterter Markt und leichterer Zugang für Unternehmen

Der Regionalratsvorsitzende Heino Knudsen, Region Sjælland, zugleich auch Vorsitzender des Greater Copenhagen und Skåne Komitees, nahm zur Eröffnung der Veranstaltung des Fehmarnbelt Business Council zur Rolle von Unternehmen bei der weiteren Entwicklung der Fehmarnbælt Region die Bühne ein.

"Die skandinavischen Unternehmen bekommen einen unbeschwerten Zugang zu einem der größten Häfen Nordeuropas in Hamburg. Und von Hamburg aus haben Sie schnellen und leichten Zugang zum Flughafen in Kopenhagen, eine Drehscheibe mit Verbindungen in die ganze Welt," so Heino Knudsen.

"Ein anderes Beispiel: Die schwedische Grossbäckerei Pågen kann nach der Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels ganz schnell 30 Millionen Verbraucher in Europa erreichen. Das bedeutet viel für einen Hersteller von frischem Brot und aus meiner Sicht auch für viele andere Unternehmen im Korridor," sagte Knudsen unter anderem.

In der darauffolgenden Paneldiskussion bemerkte der Bürgermeister der Lolland Kommune, Holger Schou Rasmussen:

"Wenn ich König von Fehmarn wäre, würde ich die Region zur Weltspitze im Bereich der  grünen Technologien machen und diese der ganzen Welt verkaufen."

 

Feste Querungen schaffen Zusammenhalt

Was hat die ZDF-Fernsehserie "Die Brücke - Transit in den Tod" mit der Fehmarnbelt-Querung zu tun? Darauf versuchte die schwedische Schauspielerin Sofia Helin, die in der Serie als Kommissarin Saga Norén die Hauptrolle spielt, eine Antwort zu geben.

Wegen ihrer besonderen Beziehung zur Öresundbrücke war sie eingeladen worden, um auf den Fehmarnbelt Days zu sprechen. Es hatte sich eine fast menschliche Beziehung entwickelt, da ich während der Aufnahmen sehr viel Zeit auf der Öresundbrücke verbracht habe, so Sofia Helin.

Und sie versuchte in Worte zu fassen, was eine Konstruktion aus Beton und Stahl für das (Selbst-)Verständnis auf beiden Seiten des Öresunds und für die kulturelle und soziale Integration zwischen Dänen und Schweden beigetragen hat.

"Durch die Öresundbrücke fühlen sich Menschen aus Südschweden stärker als ein Teil von Europa. Ich glaube an Zusammenhalt, also glaube ich natürlich auch an das Fehmarnbelt-Projekt", betonte Sofia Helin.

 

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Sofia Helin. Bild: Olaf Malzahn


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